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Das 1974 gegründete Unternehmen Cave Pietra di Montemerlo srl betreibt einen Steinbruch, aus dem der Klassische Graue Trachyt aus Montemerlo gewonnen wird, der je nach Einsatzort des Steins auch als säurefester Trachyt aus Montemerlo bezeichnet wird.
Der heutige Geschäftsführer Ingenieur Michelangelo Dalla Francesca Cappello kam durch eine Familienerbschaft in den Besitz des Steinbruchs, der 1921 von Paolo Cini, einem Onkel mütterlicherseits erworben und ab 1945 vom Vater geführt worden war.

Geschichte des Steinbruchs

Steinbruchs Klassische Graue Trachyt aus Montemerlo

Der Steinbruch an den Hängen des Hügel Monte Merlo (Namenspate der Ortschaft Montemerlo, die um den Hügel herum gewachsen ist, wie es sich aus der Haupttätigkeit ihrer Bewohner ergab) ist sicherlich seit der Zeit der Römer in Betrieb, denn zahlreiche Manufakte wurden in Venetien von der Adria bis Altino und die Gegend um Verona gefunden. Der Stein wurde dank seiner großen mechanischen Festigkeit und guten Bearbeitbarkeit vor allem zur Herstellung von „Basoli“, wie die polygonalen Steinblöcke für die Konsularstraßen genannt werden, verwendet, wie die Funde zahlreicher solcher Steinblöcke in den antiken Lagern für die bei der Verarbeitung angefallenen Abfälle belegen. Die Menge dieser Funde zeugt auch von einer plötzlichen Aufgabe der Arbeiten, wahrscheinlich infolge einer Epidemie oder Einfällen der Barbaren.

Im Mittelalter wurde dieser Naturstein wesentlich seltener benutzt, da die Wirtschaft weniger florierte und Arbeitskräfte mehr kosteten, denn es gab ja keine Sklaven mehr. Die Straßen der mittelalterlichen Städte wurden mit Flusskieseln gepflastert, die keine weitere Verarbeitung nötig machten und in ganz Venetien leicht zu finden waren. Der große Aufschwung für Trachyt als Straßenbelag in den Städten kam zwischen dem 17. und dem 18. Jahrhundert, als die Republik Venedig, inzwischen reich geworden und zur Herrscherin in ganz Venetien und einem Teil der Lombardei aufgestiegen, beschloss, die „Campi“ (Felder) (so genannt, weil sie der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung Venedigs dienten) ins städtische Leben mit einzubeziehen.Steinbruchs Klassische Graue Trachyt aus Montemerlo Im 18. Jahrhundert entsteht auch dank der französischen Enzyklopädisten der Name „Trachyt“ (aus dem Griechischen mit der Bedeutung „rau“), was das Interesse an den Eigenschaften dieses Steins beweist, der sich aufgrund seiner Rutschfestigkeit besonders zu oben beschriebener Verwendung eignet, vor allem in feuchten und niederschlagsreichen Klimazonen, auch wenn die mit dem Stockhammer bearbeitete raue Oberfläche sich durch den Abrieb geglättet hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die ersten Maschinen zur Plattenverarbeitung sowohl für Bodenbeläge als auch für Wandverkleidungen eingeführt, was sich vor allem auf den lombardischen Markt auswirkte, der bereits damals kulturell soweit war, die Schönheit und Vorteile des Natursteins über die farblichen Eigenschaften, die sicherlich nicht zu den großen Stärken dieses Materials gehören, hinaus hoch einzuschätzen Eines der hervorstechendsten Beispiele für die Verwendung von Trachyt in der Architektur Mailands bleibt das Gebäude der Versicherungsgesellschaft Assicurazioni Ausonia an der Piazza Bertarelli, neben anderen, von Steinmetzen vor Ort gelieferten und weniger bekannten Arbeiten. Ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit ist der Vorplatz des Hauptbahnhofs.

Es muss eingeräumt werden, dass der Klassische Graue Trachyt aus Montemerlo zur Erhaltung und Sanierung der Altstädte und der Denkmäler, für die er über die Jahrhunderte verwendet wurde, nötig ist und es auch immer sein wird, denn kein anderer Steinmaterial kann ihn mit seinen spezifischen chemisch-physikalischen Eigenschaften ersetzen.

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